Wie lässt sich Glutensensitivität eindeutig feststellen?

Glutensensitivität ist ein eigenständiges klinisches Krankheitsbild, das sich eindeutig von der Zöliakie unterscheiden lässt. Die Symptome können zwar denen einer Zöliakie ähneln, sind aber weniger schwerwiegend. Welche Schritte sind erforderlich, um eindeutig festzustellen: „Sie leiden an einer Glutensensitivität“?

Vielefältige Formen an Beschwerden

Um die Diagnose Glutensensitivtät zu stellen, ist zunächst eine Anamnese wichtig, bei der der Arzt sämtliche Symptome abfragt. Die möglichen Beschwerden sind vielfältig. Sie könnten sich in Form von Bauchschmerzen, Hautentzündungen, Migräne und Kopfschmerzen, chronischer Erschöpfung, Durchfall, Depressionen, Anämie, Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Fingerspitzen oder Gelenkschmerzen manifestieren.

Zöliakie und Weizenallergie ausschließen

Mit spezifischen Tests wird zuerst einmal eine Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen. Beide Erkrankungen hinterlassen eindeutige Antikörper im Blut. Sofern diese nicht nachgewiesen werden können, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Glutensensitivität vorliegt. Durch eine glutenfreie Ernährung können die Symptome dann gelindert werden oder verschwinden ganz.

Noch keine eindeutigen Biomarker

Noch fehlen jedoch Biomarker, die eine eindeutige Diagnose von Glutensensitivität ermöglichen. Vorerst wird es also bei dieser Form der Ausschlussdiagnostik bleiben. Bei Biomarkern handelt es sich um biologische Merkmale im Blut oder Gewebe, die objektiv messbar sind und sich somit als Indikator für eine bestimmte Erkrankung heranziehen lassen.

Quelle: Fasano A: Die ganze Wahrheit über Gluten. München; Südwest 2015

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